20. August 2008

Wissen schafft Wissen

Wissenschaft und Lehre – eigentlich möchte man als Studierende/r davon ausgehen, dass beides Teile ein und derselben Verpflichtung gegenüber der Gewährleistung einer profunden Hochschulausbildung sind. Und doch scheinen sie mitunter wie zwei sich ignorierende Enden jener Bildungskette zu sein, die eigentlich eine Verzahnung von Lehre und Forschung vorsieht.

Wissen schafft Wissen und Lehre benötigt beizeiten viel Raum, um ihrerseits jenes zu vermittelnde Wissen mit immer neuen Impulsen zu bereichern und zu beleben. Keine Wissenschaft kann ohne ständige Überprüfung ihrer Erkenntnisse überleben. Dies wissen alle- Professor/innen und Studierende. Doch vielmehr als jene vermeintliche Dialektik mit neuem Zündstoff zu versehen, möchte der Wissenschaftsrat als höchste hochschulpolitische Instanz mit seiner neuesten Veröffentlichung zum Thema ‚Qualitätsverbesserung von Lehre und Studium auf die Brisanz abnehmender Lehre und zunehmender Forschung hinweisen.

Um das Gleichgewicht zwischen den beiden so unverzichtbaren Teilen und vor allem die Qualität der deutschen Hochschulausbildung zu gewährleisten, empfiehlt das Gremium in seiner Funktion als Berater des Bundes und der Länder, Investitionen zu tätigen, um den Lehrenden neue Kollegen und Kolleginnen an die Seite zu stellen. Neu geschaffene Stellen sollen mehr Raum für die Bedürfnisse der Studierenden nach intensiverer Betreuung schaffen. Ebenso wird gefordert, die Hochschullehrer nicht nur im Umfang, sondern auch in der Qualität der Lehrer didaktisch auf den neuesten Stand zu bringen. Denn was hilft Wissen, wenn es keinen erreicht, weil die Übermittlung am Sender scheitert?

Geschrieben von Mario in Dies & Das, Studium |

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